Selbstdiagnose ADHS? Die großen Risiken – und warum SIE zum Profi gehen Sollten

Immer mehr Erwachsene googeln „Habe ich ADHS?“ nach dem Ansehen eines TikTok-Videos oder dem Absolvieren eines Online-Tests. Es ist gut, dass Sie sich das fragen.

Aber: Selbstdiagnosen sind riskant. Sie übersehen oft die tatsächlichen Ursachen und verhindern eine wirksame Behandlung. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Probleme – und wie Sie richtig vorgehen.

 

Symptome täuschen: Nicht nur ADHS

Vergesslichkeit, innere Unruhe und Zerstreutheit klingen nach ADHS, können aber auch Anzeichen von Depressionen, Angststörungen, Borderline, Schlafmangel oder Schilddrüsenproblemen sein. Laien können das nicht sicher unterscheiden. Fachkräfte orientieren sich an der S3-Leitlinie und führen strukturierte Gespräche, Tests und Ausschlussdiagnosen durch.

 

Begleiterkrankungen werden ignoriert
Rund 80 Prozent der ADHS-Betroffenen leiden zusätzlich unter Angststörungen, Depressionen oder Suchterkrankungen. Eine reine Selbstdiagnose übersieht diese Zusammenhänge, wodurch eine falsche Behandlung die Situation verschlimmern kann.

 

Ihr Gehirn führt Sie in die Irre
Bestätigungsfehler: Sie nehmen nur wahr, was zu Ihrer Vermutung „ADHS“ passt, und blenden Widersprüche aus.
Barnum-Effekt: Vage Aussagen („Prokrastinieren Sie?“) treffen auf fast alle Menschen zu. Dadurch glauben viele fälschlicherweise, sie seien betroffen.

 

Was sollten Sie jetzt tun?
Verzichten Sie auf Online-Selbsttests. Suchen Sie stattdessen eine Therapeutin auf. Eine gründliche Anamnese, standardisierte Fragebögen und eine Überprüfung der Kindheitssymptome führen zu einer klaren Diagnose und geeigneten Behandlung. So gewinnen Sie an Lebensqualität.

 

Wichtig: ADHS ist real und behandelbar – aber nur mit professioneller Unterstützung.