Selbstdiagnose ADHS? Die großen Risiken – und warum du zum Profi gehst

Immer mehr Erwachsene googeln „Habe ich ADHS?“ nach einem TikTok-Video oder Online-Test. Super, dass du dich fragst! Aber: Selbstdiagnosen sind riskant. Sie übersehen oft echte Ursachen und blockieren echte Hilfe. Hier die Top-Probleme – und wie du’s richtig machst.

 

1. Symptome täuschen: Nicht nur ADHS!

Vergesslich? Unruhig? Zerstreut? Das klingt nach ADHS – kann aber Depressionen, Angst, Borderline, Schlafmangel oder sogar Schilddrüsenprobleme sein. Laien unterscheiden das nicht. Profis checken das per S3-Leitlinie: Gespräche, Tests, Ausschluss anderer Ursachen.

 

2. Zusatzprobleme werden ignoriert

80% der ADHS-Betroffenen haben noch Angststörungen, Depressionen oder Sucht obendrauf. Eine reine „ADHS-Selbstdiagnose“ übersieht das – und die falsche Therapie macht alles schlimmer.

 

3. Dein Gehirn trickst dich

Bestätigungsfehler: Du merkst nur, was zu „ADHS“ passt – ignoriert den Rest.

Barnum-Effekt: Vage Listen („Prokrastinierst du?“) treffen jeden. Jeder Vierte denkt plötzlich: „Das bin ich!“

 

Was jetzt tun?

Vergiss Selbsttests. Geh zum Fachmann: Anamnese, Fragebögen (z.B. WURS), Kindheits-Check. Nur so kommst du zur klaren Diagnose – und richtigen Behandlung. Dein Leben wird einfacher.

 

Wichtig: ADHS ist real und behandelbar. Aber nur mit Profi-Hilfe.

 

Quellen: S3-Leitlinie ADHS (2018), Katzman et al. (2017), Asherson et al. (2014) u.a.